rnv-Betriebshof Heidelberg

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Heidelberg muss wachsen: Neue Stadtteile wie die Konversionsflächen und auch Orte im Umland brauchen einen Anschluss an das Straßenbahnnetz. Zudem ist ein leistungsfähiger Nahverkehr unabdingbar, wenn Luft- und Lebensqualität in der Stadt erhalten werden sollen. Hierfür ist ein neuer, zeitgemäßer rnv-Betriebshof unerlässlich.

Gemeinderat entscheidet gegen Großen Ochsenkopf

Am Donnerstagabend, 17. Oktober, hat der Heidelberger Gemeinderat über den Bau des neuen rnv-Betriebshofs am Standort Großer Ochsenkopf entschieden. Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 25 zu 24 Stimmen setzten sich die Gegner der Bebauung der als Gewerbegebiet ausgewiesene Fläche im Westen Bergheims durch. Ausschlaggebend war die Stimme eines Stadtrats der Satirepartei „Die Partei“, der sein Votum dem sogenannten „Welde-Orakel“ überließ und seine Entscheidung mit dem Kronkorken einer Bierflasche fällte. „Wir sind zugegebenermaßen enttäuscht vom Ergebnis der Entscheidung des Gemeinderats“, sagt Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der rnv. „Es ist ein schlechter Witz, dass ein Kronkorken jetzt das Zünglein an der Waage war. Eine ernste, für die Stadt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rnv so wichtige Entscheidung hat einen solchen Klamauk nicht verdient.“

rnv prüft Ausbau des bisherigen Betriebshofs

Nachdem beim Bürgerentscheid am 21. Juli 2019 das erforderliche Quorum von 22.057 Stimmen nicht erreicht wurde und dadurch formal keine Mehrheit gegen eine Verlagerung des rnv-Betriebshofs an den Großen Ochsenkopf zustande kam, lag die Entscheidung nun beim neu konstituierten Heidelberger Gemeinderat. Dieser beauftragte die rnv in der Sitzung vom 17. Oktober damit, den Ausbau des Standorts in der Bergheimer Straße zu prüfen. Konkret geht es um die Machbarkeit der Erweiterung des aktuellen Betriebshofareals bis zur Czernybrücke unter Berücksichtigung des beschlossenen Entwicklungskonzepts Bergheim West. „Damit haben wir zumindest einen klaren, aber auch gleichzeitig sehr anspruchsvollen Planungsauftrag, den wir nun zügig gemeinsam mit unserem Eigentümer, der Stadt Heidelberg, angehen werden“, so in der Beek.

Heidelberg braucht funktionierenden ÖPNV

Fest steht, dass der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Heidelberg schnell wachsen muss. Neue Stadtteile wie die Konversionsflächen und auch Orte im Umland brauchen einen Anschluss an das Straßenbahnnetz. Zudem ist ein leistungsfähiger Nahverkehr unabdingbar, wenn Luft- und Lebensqualität in der Stadt erhalten werden sollen. All dies ist nur mit einem zeitgemäßen rnv-Betriebshof machbar. Die rnv wird sich daher auch weiterhin in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg für eine sinnvolle und zukunftsfähige Lösung einsetzen.